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Robotik im Bauwesen: Wenn Maschinen in riskante Bereiche vordringen

Was wäre, wenn nicht mehr der Mensch zuerst in schwer zugängliche, enge oder potenziell gefährliche Bereiche vordringen müsste?

Genau diese Frage haben wir im Umfeld des Building Lab der Fakultät Bauingenieurwesen der OTH Regensburg unter realen und anspruchsvollen Bedingungen erprobt: in einem alten Kabelschacht – dunkel, beengt, schwer zugänglich und damit ein ideales Testszenario für robotische Inspektion, digitale Bestandsaufnahme und präventiven Arbeitsschutz.

Im direkten Vergleich standen:

🔹SID 1 von Deep Robotics aus dem Masterstudiengang Bauingenieurwesen – Digitales Bauen der OTH Regensburg
🔹LYNX M20 von DEEP Robotics, eingesetzt durch die Firma Ferdinand Tausendpfund GmbH aus der Unternehmensgruppe Kassecker

 

Untersucht wurden unter anderem Bildgebung, LiDAR-Erfassung, Beweglichkeit, Orientierung in beengten Räumen sowie die Qualität der digitalen Dokumentation.

Der unmittelbare Mehrwert für die Baupraxis: Robotische Systeme können schwer zugängliche Bereiche vorerkunden, digital erfassen und Risiken frühzeitig sichtbar machen – bevor Beschäftigte diesen ausgesetzt werden.

 

Damit wird Robotik zu einem wichtigen Bindeglied zwischen digitaler Bestandsaufnahme, moderner Bauausführung, Baustellensicherheit und Arbeitsschutz.

 

Die Erprobung zeigt zugleich, wofür das Building Lab der Fakultät Bauingenieurwesen steht: praxisnahe Forschung, moderne Lehre und enger Austausch mit der Bauwirtschaft. Gemeinsam mit dem Master Digitales Bauen, dem Bayerischen Bauindustrieverband, der Firma Ferdinand Tausendpfund GmbH und dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany entstehen hier konkrete Lösungen für die Baustelle der Zukunft.

 

Die Durchführung des Projektes erfolgte durch die OTH-Mitarbeiter und Studierenden Martin Birnböck und Yannic Schena unter der Koordination durch Prof. Dr.-Ing. Thomas Linner und Prof. Dipl.-Ing. Florian Weininger.

Bildautor: Martin Birnböck
Bildautor: Martin Birnböck